Hi, am Wochenende startete ich beim Ironman 70.3 im wunderschönen Zell am See, Österreich. Hier folgt ein kurzer Bericht, viel Spaß beim Lesen:
Nach einer langen, langen Autofahrt und einem problemlosen Ablauf der organisatorischen Aufgaben(Registration, Check-in, etc.) war ich am Sonntagmorgen einfach nur nervös.Ich wollte unbedingt die gute Form, die ich bei meinem Erfolg in der 2. Bundesliga in Frankfurt (siehe Blog) aufzeigt hatte, bestätigen. Jedoch waren 39 andere Profis am Start, die mich bestimmt nicht freiwillig vorlassen wollten - und ich fühlte mich am Morgen auch eher schwer und schlapp. Zum Glück verschwand die Trägheit beim Aufwärmen, und als wir uns an der Startlinie einfanden, positionierte ich mich gleich neben Sebastian Rank. Beim Startschuss legte Sebastian ordentlich los. Ich konnte jedoch im Wasserschatten folgen und war froh diesen Platz bis zum Schwimmausstieg verteidigen zu können. Somit konnte ich schon früh viel Energie im Schwimmen sparen und kam als Dritter aus dem Wasser. Irgendwie hatte es auch Alessandro Degasperi geschafft mitzuschwimmen. Er wechselte am schnellsten und ging als erster auf die Radstrecke. Gleich zu Beginn der Radstrecke drückten er und ein weiterer Landsmann von ihm dann mal ein bisschen „auf´s Gas". Da ich nicht ganz so schnell gewechselt hatte wie Alessandro, musste ich erst einmal ca. 200m „zu" fahren. Das war eine harte Geschichte und als endlich wieder in der Spitzengruppe angekommen war, stellte ich fest, dass mir Daniel Fontana gefolgt war. Somit waren drei Italiener und ich in der Spitzengruppe. In der ersten Runde (von zwei Radrunden) wollte ich mich zunächst einmal zurückhalten, da ich mir nicht sicher war, ob die drei vor mir nicht gemeinsame Sache machen würden und taktisch gegen mich fahren würden. Jedoch fuhren sie ganz normal und nach 60km versuchte ich dann wegzukommen, da ich klar der schwächste Läufer in der Gruppe sein würde - und ich mich aber andererseits so richtig wohl auf meinem Cucuma fühlte. Leider konnten sie mir jedoch folgen, so stieg ich zwar als Erster vom Fahrrad, jedoch war ich nach Kilometer eins schon wieder Vierter.Ich versuchte mich vom hohen Anfangstempo der anderen nicht zu sehr beeindrucken zu lassen. Ein Blick auf die Uhr und ich realisierte 3:25 pro Kilometer, das ist immer noch sehr schnell. Ich fand einen super Rhythmus und musste nur noch Andreas Dreitz vorbei lassen. Die 1:18 im Halbmarathon waren - unter Anbetracht des harten Radfahrens - für mich mehr als zufriedenstellend.So freue ich mich sehr über meinen fünften Platz und denke, dass ich bei dem starken Starterfeld (siehe Vorbericht) meine gute Verfassung erneut bestätigen konnte.Nun konzentrieren sich alle meine Vorbereitungen auf den Ironman Florida, ich melde mich aber auf jeden Fall nochmals vorher und halte euch auf dem Laufenden.Euer Sean